• Institut für
    Raumfahrtsysteme
  • Institute of
    Space Systems
Prof. a.D Dietrich Rex


 

Lebenslauf

* 1934  † 2016


  
 
 
Geboren 1934 in Berlin, studierte Rex Physik an der TU Braunschweig. Nach dem Diplom verbrachte er kurze Zeit am Kernforschungszentrum Harwell, England, war dann wissenschaftlicher Assistent an der TU Braunschweig, promovierte 1963 und habilitierte sich 1970 für das Gebiet Raumflugtechnik. Seit 1970 leitete er als Professor die Abteilung für Raumflugtechnik des Instituts für Raumflugtechnik und Reaktortechnik der TU und war seit 1992 Geschäftsführender Leiter dieses Instituts. Im Oktober 1996 wurde er Geschäftsführender Leiter des durch Zusammenlegung neu entstandenen Instituts für Flugmechanik und Raumfahrttechnik (heute: Institut für Raumfahrtsysteme).


Nach Forschungsarbeiten in den 70-er und 80-er Jahren über nukleare Energieversorgung von Satelliten und Raumsonden, über den Einsatz von elektrischen Raumfahrttriebwerken und über bahnmechanische Analysen besonders beim Wiedereintritt von Raumflugkörpern in die Erdatmosphäre konzentrierte sich seine Arbeit dann seit 1986 überwiegend auf die Problematik des so genannten "Weltraumschrotts".


Es wurden zahlreiche Forschungsaufträge, zum Teil in Konsortien mit Industriefirmen und anderen Institutionen, bearbeitet, und mit dem NASA Johnson Space Center in Houston, Texas, wurde ein langjähriger Kooperationsvertrag geschlossen. Auf Einladung der Academy of Sciences wirkte Prof. Rex an amerikanischen Forschungsarbeiten und Studien mit. Prof. Rex ist zudem seit 1987 Vorsitzender der "Space Debris Advisory Group" der euroäischen Raumfahrtbehörde ESA und seit 1991 gewähltes Mitglied der International Academy of Astronautics. Darüber hinaus war er für fünf Jahre (1996 - 2000) Vorsitzender der Scientific and Technical Subcommittee (STSC) der UN COPUOS. Er wirkte bei zahlreichen internationalen Konferenzen mit. Im Februar 1999 wurde Prof. Rex nach Erreichen des 65. Lebensjahres in den Ruhestand versetzt, leitete aber bis zum September 2000 noch kommissarisch das Institut.


Bereits 1979 nahm Prof. Rex erstmals an den Sitzungen des Wissenschaftlich-Technischen Unterausschuss des Weltraumausschusses der Vereinten Nationen (WTUA) in New York teil. Kurz zuvor hatte der Absturz eines russischen Satelliten mit Kernreaktor, bei dem hochradioaktive Trümmer über Kanada verstreut wurden, bewirkt, dass das Thema "Sicherheit beim Einsatz von Kernenergiequellen" noch in der Zeit des kalten Krieges mit Dringlichkeit auf die Tagesordung des UN-Weltraumausschusses gelangte. Hierbei waren insbesondere das Expertenwissen von Prof. Rex über nukleare Energiequellen sowie die Forschungstätigkeit am Institut für Raumflugtechnik und Reaktortechnik der TU Braunschweig gefragt. Nach jahrelanger Überzeugungsarbeit konnte die Regelung der Sicherheitsfragen in Form eines "11-Prinzipien-Katalogs" schließlich 1985 von allen Delegationen unterzeichnet werden. Seitdem hat es keine größeren Einsätze von nuklearen Energiequellen im Weltraum mehr gegeben. Für seinen maßgeblichen Anteil daran wurde Prof. Rex 1994 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.


Prof. Rex ist Experte für das Thema "Weltraumschrott" (Space debris), der für Satelliten und Missionen gefährlich werden kann. Sein Verdienst ist es, dass dieses Thema an allerhöchster Stelle, nämlich im WTUA in Wien diskutiert und bearbeitet wurde. Zuletzt seit 1996 als Vorsitzender dieses Gremiums hat er maßgeblich zur Entwicklung von international praktikablen Lösungsvorschlägen beigetragen. Der "Technical Report on Space Debris" der Vereinten Nationen, der unter seiner Federführung entstand, trägt offiziell den Namen "Rex Report", der auf Vorschlag der Grieschichen Delegation in Anerkennung seines wertvollen Beitrags so genannt wurde. Auf Vorschlag des Auswärtigen Amtes hat der Bundespräsident Prof. Rex das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik verliehen. Die Auszeichnung wurde am 23. November 2000 durch Staatssekretär Dr. Uwe Reinhardt, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur überreicht.
 
 

Aktuelles

15.11.2018
Neues Stellenangebote für eine studentische Hilfskräfte Read more
 
01.10.2018
Das IRAS auf der IAC in Bremen read more
 
28.09.2018
Klausurergebnisse RFT5  Read more
 
04.09.2018
Neues Stellenangebote für 2 studentische Hilfskräfte Read more
 
06.07.2018
Neues Stellenangebote für eine studentische Hilfskraft Read more
 
02.07.2018
Blockveranstaltung Satellitenbetrieb 09.07 - 13.07.2018 noch wenige Plätze  Read more
 
23.04.2018
Klausurergebnisse SAT4  Read more
 
23.04.2018
Klausurergebnisse SAT1  Read more
 
19.02.2018
Bericht und Interview mit Prof. Enrico Stoll bei Radio FFN zum Thema "3D Drucken auf dem Mond"  Read more
   
19.02.2018
Interview mit Prof. Heiner Klinkrad zum Absturz der Raumstation "Tiangong-1" bei Spiegel Online  Read more
  
 
19.01.2018
Am 26.01.2018 hält Frau Dr. Marie-Luise Heuser einen Vortrag zum Thema "
Der Mensch ist nicht nur für die Erde da - Schellings Extraterrestrik"
Ort: Internationalen Schelling-Gesellschaft in Leonberg
 
Am 27.01.2018 Workshop unter der Leitung von Frau Dr. Marie-Luise Heuser
zum Thema "Der Mensch ist nicht nur für die Erde da - Schellings Extraterrestrik"
Ort: Stadthalle Leonberg
  
11.11.2017
Raumfahrtforschung trifft Kunstprojekt Read more
 
07.11.2017
Studentische Vereinigung ERIG startet erfolgreich zwei Enceladus Testraketen in Polen Read more
 
03.11.2017
Das Institut für Raumfahrtsystem ist jetzt auch bei Facebook zu finden Read more
 
14.08.2017
Artikel in der Süddeutsche Zeitung vom 11.08.2017 "Im Orbit wird es eng" Read More
 
09.08.2017
"Europaparlamentarier Bernd Lange informiert sich über die Projekte 3D4Space und Redshift" Read more
  
20.06.2017
 
03.06.2017
Workshop "Mehr Schub, Scotty - Grundlagen und Bau von ziviler Raketentechnik" Read more
  
05.05.2017
Interview in der Braunschweiger Zeitung mit Prof. Enrico Stoll Read more
 
19.04.2017 
N24 Wissenschaft
WELTRAUMSCHROTT: Dieser kleine Erdenbewohner könnte die Lösung sein Read More
 
16.04.2017
Interview: "Fünf Fragen an.... Dr. Carsten Wiedemann" Read More
 
12.04.2017
Artikel in der Sächsichen Zeitung/SZ-Online "Immer mehr Weltraumschrott" Read More
 
05.04.2017
Fernsehbeitrag bei SAT1 Regional Nord: "Gecko-Effekt: So wollen Braunschweiger Forscher Weltraummüll einsammeln" Read more
 
 
17.03.2017
Artikel über die DGLR Nachwuchsgruppe Read more
Quelle: Ausgabe 1/2017 der DGLR Zeitschrift "Luft & Raumfahrt"
ERIG_LuR1-2017_DGLR.pdf
 
 
09.03.2017
Fernsehbeitrag bei RTL Nord Der Geckoeffekt Read more
 
03.03.2017
NDR-Radiointerview mit Prof. Enrico Stoll und Dr. Carsten Wiedemann im Rahmen der Sendung
"Der Nordwesten baut mit an Raumfahrtgeschichte" (ab ca. der 30. Minuten zu hören) Read more
 
02.03.2017
Artikel NDR "Braunschweiger forschen an Müllabfuhr fürs All" Read more"
 
07.12.2016
In Zusammenarbeit mit der britischen Künstlerin Cath Le Couteur sind folgende 2 Filme entstanden:
 
14.10.2016
Berichte vom Deutschen Luft- und Raumfahrtkongress  (13. bis zum 15. September) in Braunschweig:
 
21.05.2016
Das IRAS belegt beim DLR INNOspace Masters 2016  den 2. Platz weitere Infos Read more
 
02.05.2016
Asteroid nach Dr. Heiner Klinkrad benannt, weitere Infos Read more
 
03.04.2016
Vortrag von Dr. Carsten Wiedemann anlässich der Kinder Uni 2015 Read more
 
10.02.2016
Studentisches Medienprojekt
 
14.12.2015
Interview abenteuer-sterne.de mit Dr. Carsten Wiedemann zum Thema
 
02.11.2015
Studenten starteten erste Experimentalrakete in Schweden.
»ERIG«-Team mit Hybrid-Rakete bei »STERN«-Programm erfolgreich zur Presseinformation Read more
 
01.10.2015
Vom 22. - 24.09.15 hat der 64. Luft- und Raumfahrtkongress in Rostock stattgefunden. Das IRAS war dort ebenfalls vertreten um gemeinsam mit anderen Experten über den Umgang mit Weltraummüll zu beraten. Einen interessanten Artikel zur Fachtagung gibt es Read more